Mitten in der Ferienzeit sind Teile der weit verzweigten Wasserwege des Spreewalds gesperrt. Ein Schock für Tourismusbetriebe, die von ersten Stornierungen berichten. Der Unterspreewald hat sich zum Hotspot des Befalls mit dem Eichenprozessionsspinner entwickelt. Einschränkungen für Paddler in der beliebten Urlaubsregion lösen in der Wirtschaft Sorgen vor Geschäftseinbußen aus. Für 2027 will das Umweltministerium vorbereitet sein.
Verkehrsminister Robert Crumbach und Umweltministerin Hanka Mittelstädt informierten betroffene Bürger und Touristiker in der kleinen Gemeinde Schlepzig über die Lage. Dabei mussten sie Kritik auch aufgebrachter Zuhörer hinnehmen.
Teils hieß es, die Maßnahmen kämen zu spät, weil die Raupen des Eichenprozessionsspinners im Frühjahr bekämpft werden müssen. «Im April haben wir teils Nächte lang nicht geschlafen», sagte ein Bürger.