Die Schließung von Geburtsstationen in Brandenburg kann nach Ansicht des Hebammenverbandes auch mögliche Gesundheitsrisiken für Schwangere mit sich bringen. Die Ausdünnung der Krankenhauslandschaft führe zu längeren Anfahrtswegen und einem erhöhten Risiko für ungeplante Geburten außerhalb von Kliniken, sagte die zweite Vorsitzende des Verbandes, Antje Schulz, der Deutschen Presse-Agentur.
In Potsdam schließt das St. Josefs-Krankenhaus zum 1. August als Folge der bundesweiten Krankenhausreform die Geburtshilfe. Die Ankündigung löste Protest aus. Krankenhäuser in Ludwigsfelde, Strausberg und Forst haben ihre Kreißsäle bereits geschlossen.
Das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam betonte, dass die Geburtshilfe in Potsdam verlässlich sichergestellt sei. «Unser gesamtes Team bereitet sich intensiv auf die kommenden Veränderungen vor», hieß es in einer Mitteilung. «Personelle und räumliche Voraussetzungen» werden demnach geschaffen. Auf weitere Fragen, etwa ob Personal aufgestockt wird, antwortete das Unternehmen bislang nicht.