Viele Klinikmanager blicken angespannt in die Zukunft. Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser ist schlecht. Auch das Werner Forßmann Klinikum in Eberswalde arbeitet daran, wieder schwarze Zahlen zu schreiben. «Wir wissen seit Jahren, dass der Wandel unausweichlich ist, nun sind wir mittendrin», teilte das Krankenhaus mit. Über Finanznöte und Zukunftsperspektiven diskutierte die Geschäftsführung jetzt mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).
«Lassen dieses Haus nicht untergehen»
Der SPD-Politiker verteidigte seine umstrittene Krankenhausreform gegen Bedenken und sagte dem Klinikum bei seinem Besuch Unterstützung zu. Das spezialisierte Krankenhaus sei wie gemacht für die Reform, sagte Lauterbach. Wichtig sei aber, dass das Klinikum, das ein Defizit einfährt, bis zur Reform auch überleben könne. «Wir werden dieses Haus nicht untergehen lassen», so Lauterbach. In einer Übergangsphase würden Krankenhäusern Mittel bereitgestellt. «Dafür wird möglicherweise sogar der Beitragssatz der Krankenkassen noch einmal steigen müssen.»