Die geplante Schließung des Krankenhauses in Wittstock/Dosse sorgt für Protest. Bürgermeister Philipp Wacker (CDU) befürchtet «schwerwiegende Folgen für die medizinische Versorgung der Region, die Infrastruktur und die Bevölkerung» der Stadt, wie er in einer Einladung zu einem Bürgerforum schreibt. «Die geplante Schließung werden wir nicht hinnehmen.»
Die medizinische Versorgung dürfe sich «auf keinen Fall um nur eine Nuance verschlechtern». Das Krankenhaus in Wittstock im Landkreis Ostprignitz-Ruppin soll nach den Plänen der KMG Klinikum Nordbrandenburg Ende nächsten Jahres schließen.
Brandenburgs Gesundheitsministerin Britta Müller (parteilos, für BSW) setzt sich dafür ein, dass in Wittstock/Dosse eine alternative medizinische Versorgung erhalten bleibt. «Wenn stationäre Leistungen künftig an einem anderen Standort gebündelt werden, muss gleichzeitig ein alternatives Versorgungsangebot in der Region erhalten oder neu geschaffen werden», teilte Müller mit. Sie nannte ein ambulantes Angebot, neue Versorgungseinheiten oder mobile Strukturen als Beispiele. «Denn die Versorgungssicherheit der Menschen vor Ort hat für uns oberste Priorität.»