Brandenburgs Gesundheitsministerin Britta Müller (BSW) setzt für die Zukunft verstärkt auf Polikliniken auch als Rezept gegen den Ärztemangel. «Ich verspreche mir viele Vorteile, wie kurze Wege bei der Überweisung, viele Fachdisziplinen an einem Ort und eine bessere Terminsteuerung», sagte die BSW-Politikerin der «Märkischen Allgemeinen» (Freitag/online, Samstag/Print). Weiße Flächen bei der medizinischen Versorgung «soll es nicht geben und die wird es nicht geben».
Die Ministerin verwies auf das Problem fehlender Fach- und Hausärzte. «Wir haben bei den Niederlassungen allein 320 unbesetzte Hausarztsitze im Land», sagte Müller. «Und ich höre sehr oft, dass man für einen Termin beim Facharzt ein halbes bis ein Jahr wartet.» Wenn jemand zudem bis zu zwei Stunden fahren müsse, um zum Facharzt zu kommen, sei das zu lang, sagte Müller. Nach ihrer Ansicht ist eine zielgenaue Steuerung der ärztlichen Versorgung nötig - das sei aber Sache eines Bundesgesetzes.