Für 300 Menschen in Berlin hat der Konsum von Drogen nach Angaben der Senatsgesundheitsverwaltung im vergangenen Jahr zum Tod geführt. Das sei ein Höchststand, teilten Suchtberatungsstellen mit. Anlässlich des heutigen internationalen Gedenktages für verstorbene Drogengebrauchende ist in Berlin auf dem Oranienplatz in Kreuzberg eine Gedenkveranstaltung (14.00 Uhr) geplant. Auch in rund 100 weiteren Städten soll an Betroffene erinnert werden, wie es von Beratungsstellen hieß.
Berlins Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) beklagte, dass der Zugang zu Drogen immer einfacher geworden sei. «Die Menge an Drogen, die in unsere Stadt kommen, aus Drogenküchen in der Region und aus Anbaugebieten weltweit, ist erschreckend.» Umso wichtiger seien niedrigschwellige Angebote. «Unser Ziel als Gesundheitsressort ist es, Menschen frühzeitig zu erreichen und Leben zu retten», so Czyborra.