Die Förderung häuslicher Pflege in Brandenburg muss nach Ansicht von Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) fortgeführt werden - aber mit mehr Geld als bisher. «Die personelle Situation in der Pflege spitzt sich zu, weil neben steigendem Pflegebedarf gleichzeitig die Anzahl der erwerbsfähigen Menschen und somit der potenziell für Pflege zur Verfügung stehenden Personen zurückgeht», sagte Nonnemacher am Mittwoch im Landtag in Potsdam. Sie warb dafür, den bestehenden «Pakt für Pflege» nach der Landtagswahl im Herbst fortzusetzen.
Nonnemacher zog grundsätzlich eine positive Bilanz des Projekts, das es seit 2020 gibt. «An der Flächendeckung kann aber noch gearbeitet werden», sagte sie. «Deshalb sollte das Mittelvolumen eher erhöht statt gekürzt werden.»
Mit dem «Pakt für Pflege» sollen pflegebedürftige Menschen vor Ort unterstützt, Beratungsstellen ausgebaut und Fachkräfte gefördert werden. Der Pflegebedarf in Brandenburg steigt wegen des demografischen Wandels stetig. Rund 185.000 Menschen waren Ende 2021 im Land pflegebedürftig, etwa 100.000 mehr als zwölf Jahre zuvor.