Die Lage nach dem Ebola-Ausbruch in Zentralafrika bleibt ernst, aber internationale Experten sehen keine Gefahr für eine Pandemie. Das sagte Lucille Blumberg, die Vorsitzende des Ebola-Notfallausschusses aus unabhängigen Spezialistinnen und Spezialisten, der die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf berät. «Wir sind auch der Meinung, dass dies die Kriterien für einen Pandemie-Notstand nicht erfüllt», sagte sie.
In der Demokratischen Republik Kongo und Uganda gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen mehr als 500 Verdachtsfälle und mehr als 130 vermutete Todesfälle, der Großteil davon im Kongo. Einige Dutzend Fälle wurden bislang im Labor bestätigt.
Die WHO geht davon aus, dass die wahre Zahl deutlich höher liegt, weil nicht alle Krankheitsfälle gemeldet werden. Der Ausbruch passiert in der Unruheprovinz Ituri, wo nach Kämpfen rund 100.000 Menschen auf der Flucht sind. In solchen Situationen ist eine gute Gesundheitsversorgung schwierig. Die Provinz grenzt an Uganda und Südsudan.