Webseiten wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
Wegen einer weltweiten Sicherheitslücke haben mehrere Einrichtungen in Berlin ihre Internetseiten vorsorglich vom Netz genommen oder eingeschränkt. Betroffen sind unter anderem das offizielle Hauptstadt-Portal berlin.de, die Charité oder die Freie Universität. Auch die Internetwache der Berliner Polizei ist nicht erreichbar. Die Universitätsmedizin Charité schaltete ihre Seiten komplett ab und sprach von einer Vorsichtsmaßnahme. Die Einschränkungen hätten keinerlei Einfluss auf die Arbeit der Charité, sagte Sprecher Markus Heggen der Nachrichtenagentur dpa. Nur die Sichtbarkeit und Auffindbarkeit nach außen sei eingeschränkt. Möglich sei zurzeit etwa nicht, sich online auf der Website einen Termin zu buchen. Nach Angaben von Senatssprecherin Christine Richter sind auch Teile des Portals berlin.de vorerst abgeschaltet. Das betreffe etwa Seiten, auf denen Nutzer Formulare ausfüllen, Newsletter bestellen oder Veranstaltungen buchen können. Reine Informationsseiten sind demnach weiter online. Auch Webseiten etwa der Berliner Senatsverwaltungen oder des Abgeordnetenhauses waren am frühen Abend erreichbar. Die Freie Universität teilte mit, die Erreichbarkeit von IT-Diensten an der FU sei vorsorglich eingeschränkt. Seit 16.00 Uhr würden verfügbare Updates zur Behebung der kritischen Schwachstelle installiert. Die Systeme würden schnellstmöglich wieder freigegeben. «Die Arbeiten werden sich jedoch voraussichtlich noch bis in den morgigen Donnerstagvormittag hinziehen.» Auch aus der Charité hieß es: «Die notwendigen Sicherheitsupdates sollen bis morgen implementiert werden.» Das Problem sei am Vormittag bekanntgeworden. Hintergrund ist eine neu entdeckte, schwerwiegende Sicherheitslücke, die weltweit das Fundament zahlreicher Webseiten und Onlinedienste ins Wanken bringt. Kriminelle könnten die Schwachstellen ausnutzen, lautet die Warnung. Betroffen ist die weit verbreitete Programmiersprache PHP, auf der ein Großteil des gesamten Internets basiert - von einfachen Blogs über große Nachrichtenportale bis hin zu komplexen Onlineshops und Content-Management-Systemen wie WordPress. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gab eine offizielle Cybersicherheitswarnung heraus. Es müssten rasch Sicherheitsupdates installiert werden, hieß es. Von den Schwachstellen gehe ein großes Bedrohungspotenzial aus. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenSicherheitsupdates nötig
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