Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke (SPD) hält die Schließung von Krankenhausangeboten wie in Potsdam für richtig und notwendig. «Auch das, was in Potsdam gerade passiert, ist bei allen individuellen Schmerzen in der Sache richtig. Es wird Qualität langfristig sichern und verbessern», sagte Wilke dem «Nordkurier» (Print/Mittwoch) und dem «Tagesspiegel» (Online/Dienstag). «Und es passiert auch nur, weil mein Ministerium und auch ich selbst es grundsätzlich richtig finden und es in die Kriterien der Umsetzung der Krankenhausreform passt.»
Die beiden großen Potsdamer Krankenhäuser hatten die Schließung von Angeboten angekündigt. Das Klinikum Ernst von Bergmann will Orthopädie und Gefäßchirurgie ab August nicht mehr anbieten, das Alexianer St. Josefs-Krankenhaus schließt Neurologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Weil Personal fehlte, stellte die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am St. Josefs-Krankenhaus bereits die Arbeit ein.
Beide Häuser geben die Krankenhausreform als Grund an, sie wollen die Leistungen nicht mehr parallel anbieten. Mehrere hundert Menschen hatten in Potsdam in der vergangenen Woche gegen Sparmaßnahmen und Schließungen in Krankenhäusern demonstriert.