Wenn Kinder womöglich misshandelt oder missbraucht worden sind, kann das Jugendamt in Potsdam sie nun in eine Kinderschutzambulanz schicken. Am Klinikum Ernst von Bergmann ist die landesweit erste Einrichtung dieser Art eröffnet worden, wie das Gesundheits- und Jugendministerium mitteilte. Hier können Ärztinnen und Ärzte die Kinder in Not in einem geschützten Raum untersuchen - statt in der Rettungsstelle oder auf der Station, wie Petra Degenhardt, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie sagte. Brandenburg war bisher das einzige Bundesland, das noch keine Kinderschutzambulanz hatte.
Weitere Kinderschutzambulanzen in Brandenburg sollen «für eine flächendeckende Versorgung» entstehen - die nächste wird nach Angaben der Ministerien Ende April in Eberswalde offiziell eröffnet. Auch Frankfurt/Oder, Neuruppin, Lauchhammer und Cottbus sind im Gespräch.