Kurz nach dem Start der verpflichtenden Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePa) sehen sich Brandenburgs Arztpraxen gut gerüstet. «Die Brandenburger Praxen sind gut vorbereitet», sagte Holger Rostek, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg. Man habe in den vergangenen Monaten umfassend informiert. «Jetzt muss die ePA zeigen, dass sie massentauglich und benutzerfreundlich ist.»
Akte seit wenigen Tagen Pflicht
Ärztinnen und Ärzte sind ab dem 1. Oktober verpflichtet, die ePa zu nutzen und neue Diagnosen und Befunde in der E-Akte abzulegen. Die ePA soll etwa den Dokumentenaustausch zwischen verschiedenen Arztpraxen oder mit Apotheken erleichtern. Rund 70 Millionen der gut 74 Millionen gesetzlich Versicherten haben schon seit Januar eine ePA von ihrer Krankenkasse angelegt bekommen, was man für sich auch ablehnen kann.
«Damit sie sich dauerhaft im Praxisalltag bewährt, braucht es klare Zuständigkeiten: für die Technik sind die Softwarehersteller verantwortlich, für die Aufklärung der Patientinnen und Patienten die Krankenkassen», betonte Rostek. So könnten sich die Praxen auf ihre Kernkompetenz – die medizinische Behandlung - konzentrieren.