Als Cannabis am 1. April 2024 legalisiert wurde, war der Andrang auf Anbauvereinigungen groß: Interessenten standen Schlange für eine Mitgliedschaft in den zahlreichen neuen Vereinen, um gemeinschaftlich Gras anzubauen. Heute macht sich in Berlin Ernüchterung breit. «Wir sind als Anbauvereinigung unglaublich unsexy», sagte Mario Gäde, Vorstandsvorsitzender des Berliner Vereins White Lake Weed aus Weißensee, der Deutschen Presse-Agentur.
Damit meint Gäde nicht das Angebot per se, natürlich ist er von dem Konzept überzeugt, sondern die strengen Auflagen, die den Vereinen ihre Arbeit erschweren, wie er sagt. «Man würde denken, in Berlin ist man sofort voll, aber im Gegenteil», erklärt Gäde mit Blick auf die Mitgliederzahlen. Die Vereine dürften zum Beispiel keine Werbung machen. Wer sich über das Angebot auf der Website informieren will, muss Mitglied sein. «Viele Leute wissen gar nicht, dass es uns gibt.»