Wegen der steigenden Zahl an Masernerkrankungen hat der Berliner Impfbeirat Empfehlungen zum Umgang mit Infektionen herausgegeben - und auf die große Bedeutung der Impfung hingewiesen. «Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten», hieß es in der am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme. Den Empfehlungen zufolge ist es wichtig, noch Ungeimpfte zügig zu impfen. Dazu gehöre das Angebot der ersten und zweiten Masernimpfung bis zum 15. Lebensmonat und das Nachholen von Impfungen bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
Im Impfbeirat der Gesundheitsverwaltung sind Behörden, Institutionen und Verbände vertreten, die sich im Land Berlin mit dem Impfen befassen.
«Schwer erreichbare oder unterversorgte Bevölkerungsgruppen sollten gezielt aufgesucht werden und Impfangebote erhalten», empfiehlt der Beirat weiter. Gemeint sind unter anderem Menschen in Flüchtlingsunterkünften. Wer glaubt, infiziert zu sein, soll so schnell wie möglich zum Arzt gehen. «Insbesondere sollte bei fieberhaften Erkrankungen im Anschluss an eine Reise auch an die Möglichkeit einer Maserninfektion gedacht werden.» Wichtig sei außerdem, dass Gesundheitspersonal besonders aufmerksam auf mögliche Symptome achte. «Die Infektion tritt nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Jugendlichen und Erwachsenen auf.»