Patienten und Patientinnen mit einer akuten Erkrankung müssen in Berlin derzeit länger auf eine Behandlung in einer Notdienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) oder einen Hausbesuch vom ärztlichen Bereitschaftsdienst warten. «Aktuell kann es in den KV-Notdienstpraxen vereinzelt zu Dienstausfällen kommen», sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Das Problem besteht bereits seit einigen Monaten. «Über alle Dienstarten hinweg - KV-Notdienstpraxen, telefonischer Beratungsdienst und Fahrdienst - konnten in der Dienstplanung für Januar 10 Prozent und im Februar 13 Prozent der Dienste nicht besetzt werden, sodass es zu längeren Wartezeiten kommen konnte.»
Das liegt daran, dass die KV Berlin seit einigen Monaten keine Ärzte mehr einsetzt, die nicht bei ihr unter Vertrag stehen, also keine niedergelassenen Ärzte sind - sogenannte Poolärzte, die vor allem nachts tätig sind. Dabei handelt es sich laut KV um Klinikärzte, Betriebsärzte, Amtsärzte oder auch Ruheständler. Außerdem würden auch viele Ärzte Dienste übernehmen, die keiner hauptberuflichen Tätigkeit nachgehen.