Rund einen Monat nach dem Brandbrief der Bürgermeisterin von Spremberg gegen Rechtsextremismus hat die Lausitzer Stadt wieder Aufmerksamkeit erregt. Knapp 100 Menschen demonstrierten am Samstag nach einem Aufruf des Bündnisses Unteilbar Spremberg gegen eine Versammlung der rechtsextremen Kleinstpartei «Dritter Weg».
«Aktuell erleben wir, wie Neonazis und Faschisten ihre völkischen Fantasien in unsere Stadt tragen und vor allem junge Menschen vereinnahmen wollen», sagte Bündnisleiterin Bianca Broda der Nachrichtenagentur dpa. «Wir stellen uns dem heute entschieden entgegen.»
Zur Versammlung des «Dritten Wegs» – deutlich erkennbar durch Schilder und Banner – kamen einem dpa-Reporter zufolge knapp 50 Menschen. Auch bei der Gegendemo waren Plakate im Einsatz. Auf den bunten Pappen stand etwa «Vielfalt statt Einfalt» oder «Aufstehen, Hinsehen, Nazis im Weg stehen». Die Botschaft laut Broda: «In Spremberg war und ist kein Platz für Rechtsextreme.»