Die Erwerbstätigenquote der Eltern im Land Brandenburg ist laut Sozialministerium überdurchschnittlich hoch. Das geht aus dem neuen Familienbericht hervor, den die brandenburgische Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen) am Donnerstag in Potsdam vorstellte. Obwohl die Mehrheit der Eltern gut bis sehr gut qualifiziert sei und in Vollzeit oder im «vollzeitnahen Umfang» arbeite, fielen die Einkommen der Familien laut Ministerium jedoch vergleichsweise gering aus. Ein Viertel der befragten Familien müsse demnach mit einem monatlichen «Haushaltsäquivalenzeinkommen» von unter 1500 Euro zurechtkommen. Dies liege insbesondere an der schwierigen finanziellen Situation von Alleinerziehenden.
Dennoch seien brandenburgische Familien meist mit ihrem Leben zufrieden und blickten mehrheitlich mit großer Zuversicht in die Zukunft, hieß es in einer Pressemitteilung des Sozialministeriums. Die Wohnsituation habe sich in den letzten zehn Jahren insgesamt verbessert, wie es hieß. Mit der Veröffentlichung des Berichts wurde laut Mitteilung eine Maßnahme aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt. Es sei der erste Brandenburger Familienbericht seit 1997.