Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hat die Caritas-Krankenwohnung für Wohnungslose besucht. Er wolle auf die Not der Menschen aufmerksam machen, sagte er am Freitag vor Ort in Berlin-Moabit. Wenn viele Nöte zusammenkämen, fielen Menschen durch alle mögliche Raster. Umso wichtiger seien die Begleitung dieser Menschen, die persönliche Nähe und die Herzlichkeit der Beziehungen.
In der Krankenwohnung der Caritas werden obdachlose Menschen rund um die Uhr sozial, medizinisch, pflegerisch und auch seelsorgerisch versorgt. Vier bis acht Wochen verbringen sie hier im Schnitt. Einige sind gerade aus dem Krankenhaus entlassen worden, andere kommen über das Caritas-Arztmobil oder die Caritas-Ambulanz hierher. «Wir sind gut vernetzt», sagte Caritas-Direktorin Ulrike Kostka. Auch über Arztpraxen, die Kältehilfe und Mund-zu-Mund-Propaganda erfahren die Menschen von der Krankenwohnung, die es seit 2018 gibt.