Hunderte Menschen haben bei einer Kundgebung am Brandenburger Tor in Berlin Freiheit für den Iran gefordert. Darunter waren viele Anhänger des iranischen Oppositionspolitikers Reza Pahlavi. Er ist der Sohn des 1979 gestürzten Schahs. Auf Plakaten waren Fotos von ihm zu sehen.
«Das Mullah-Pack muss weg» oder «Demokratie für Iran» war auf Schildern und Transparenten zu lesen. Redner erinnerten an die Tausenden von Menschen, die während der Proteste zu Beginn des Jahres im Iran ermordet wurden und an die Tausenden, die noch gefangen gehalten werden.
Ein Fahnenmeer am Brandenburger Tor
Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer schwenkten iranische Fahnen. Vor der Bühne hingen auch eine deutsche, eine israelische und eine amerikanische Flagge.
Manche Demonstranten hatten sich eine israelische Fahne um die Schultern gelegt, andere eine amerikanische auf die Wange geschminkt. Israel und die USA haben den Iran vor rund einer Woche angegriffen. US-Präsident Donald Trump hat gerade erst mit der Ausweitung der Angriffe gedroht.
Nach Angaben der Berliner Polizei waren rund 1.000 Menschen auf dem Platz des 18. März direkt am Brandenburger Tor. Die Kundgebung war mit 2.000 Teilnehmern angemeldet.
Bis zum späten Nachmittag sei sie friedlich und störungsfrei verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Auch bei weiteren Demonstrationen wie vor der Iranischen Botschaft oder am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg seien der Polizei keine Zwischenfälle bekanntgeworden.
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