Vor bundesweit geplanten Protestaktionen für mehr Klimaschutz wirft die Bewegung Fridays for Future Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) Kungelei mit der Gasindustrie vor. «Sie betreibt als Personalunion von Bundesregierung und Gaslobby mit Vollgas eine Umverteilung in die Hände fossiler Großkonzerne», sagte die Aktivistin Carla Reemtsma der Deutschen Presse-Agentur. Dabei seien der gesellschaftliche Wille und die Lösungen für einen schnellen Ausbau von sauberen Erneuerbaren und einer Abkehr vom «dreckigen Gas» längst da.
Fridays for Future protestiert an diesem Freitag mit einem bundesweiten Aktionstag gegen die Klima- und Energiepolitik der Bundesregierung. An rund 60 Orten in ganz Deutschland soll es Aktionen geben, beispielsweise vor Rathäusern und den Parteibüros der Regierungsparteien CDU und SPD. Die Bewegung erwartet bundesweit mehrere Tausend Teilnehmer. Man trage den Protest nun in die Wahlkreise, sagte Reemtsma.