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Tschechin schwimmt rund 19 Kilometer durch Lausitzer Seenland und erreicht Großräschen

Tschechin schwimmt rund 19 Kilometer durch Lausitzer Seenland und erreicht Großräschen
Bisher hat die Tschechin vor allem in Schwimmhallen trainiert. / Foto: ---/Lausitzer Seenland/dpa
17 Kilometer vom Senftenberger bis zum Großräschener See - das ist das Tagesziel einer Langstreckenschwimmerin im Lausitzer Seenland. Warum? Es soll ein «Zeichen der Verbindung» sein.

Eine reine Schwimmzeit von sechseinhalb Stunden für 19 Kilometer durch die fünf Seen des Lausitzer Seenlandes: Das hat eine Freiwasserschwimmerin aus Tschechien geschafft. Über zwei Stunden früher als geplant und mit zwei Schwimmkilometern mehr auf der Uhr als angedacht kam Pavla Petrova am Stadtstrand Großräschen an. 

Als sie aus dem Wasser stieg, sagte Petrova: «Bei mir ist es so: Es tauchen immer Worte oder Symbole auf, und heute an diesem Tag ist das Wort einfach nur Verbundenheit», so die 49-Jährige. «Ich bin fasziniert und glücklich. Ich fühle mich verbunden mit den Menschen.»

Auch nach über sechs Stunden im Wasser vom Senftenberger bis zum Großräschener See habe sie sogar noch Energie, sagte die Langstreckenschwimmerin bei der Ankunft. Es sei ein schönes Erlebnis gewesen: «tolles Wetter, tolles Wasser, tolle Menschen.» Sie freue sich nun aber auch darauf, etwas zu essen und auf eine Badewanne.

Die Tschechin will zurückkehren, um die Landschaft zu bewundern

Petrova hatte das Seenland mit den gefluteten früheren Tagebaulöchern zuvor noch nicht live gesehen. Die Aktion in Europas größtem künstlichen Seenverbund war für die 49-Jährige zwar eine sportliche Herausforderung, aber kein Rekordversuch. Es gehe ihr um die Verbindung von Menschen, Kulturen und Ländern, hatte sie immer wieder betont. Ihr Team besteht aus Tschechen und Deutschen. Außerdem liegt das Lausitzer Seenland an der Grenze zwischen den Bundesländern Brandenburg und Sachsen.

Ihr Ziel habe sie erreicht: «Ich komme bestimmt wieder, um die Landschaft zu bewundern. Also es ist wirklich sehr schön.» Ein Motorboot von der Wasserwacht Hoyerswerda hatte die Schwimmerin begleitet. Zwischendrin gab es Pausen, um die Kanäle zwischen den Seen mit dem Boot zu passieren und sich zu stärken. 

Weniger herausfordernd als befürchtet wurde für Petrova die Kälte des Wassers. «Ich war überrascht. Also es war eigentlich meine größte Sorge, dass ich erfriere, aber das war nicht der Fall.» Körperlich hatte sich die 49-Jährige gut vorbereitet. Mehrmals im Jahr schwimme sie eine Strecke von über 20 Kilometern - bisher immer in der Schwimmhalle, im Freien seien 13 Kilometer am Stück ihre längste Strecke gewesen.

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