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Sorbische Ostersängerinnen in voller Montur bei Woidke

Sorbische Ostersängerinnen in voller Montur bei Woidke
Die Trachten der Ostersängerinnen aus der Nieder- und Mittellausitz sind teils alte Erbstücke. / Foto: Britta Pedersen/dpa
Die festlichen Trachten der Ostersängerinnen aus der Lausitz kommen in diesem Jahr zu besonderen Ehren. Sie sind teils mehr als 100 Jahre alt und werden als Erbstücke gehütet.

Eine schwarze Jacke, ein zumeist dunkler Rock, ein weißes Tuch und eine kunstvolle Haube in Schwarz oder Weiß: So sehen die Trachten der sorbischen Ostersängerinnen aus, die traditionell am Ostersonntag in Kirchen singen. Stilsicher und traditionsbewusst absolvierten die Damen aus der Nieder- und Mittellausitz jetzt einen besonderen Auftritt außer der Reihe. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) empfing sie in der Staatskanzlei in Potsdam zum Austausch.

Anlass war eine besondere Auszeichnung. Denn im Mai dieses Jahres kürte der Deutsche Trachtenverband die Bekleidung der Ostersängerinnen zur «Tracht des Jahres 2026». Das wollte auch Woidke würdigen, der Trachten als echte Handwerkskunst sieht. «Sie stehen für ein Wissen, dass über Generationen hinweg überliefert wird - von der richtigen Fertigung bis zur Pflege und den Bräuchen, die sich mit den Trachten verbinden.»

Tatsächlich sind die Trachten der Ostersängerinnen wahre Schätze. «Das sind Erbstücke, teils über 100 Jahre alt», sagte eine der Frauen der Deutschen Presse-Agentur. In vielen Orten im sorbischen Siedlungsgebiet, etwa in Jänschwalde (Janšojce), Heinersbrück (Most), Gulben (Gołkojce) oder Rohne (Rowno) kurz hinter der sächsischen Landesgrenze, wird die Tradition gepflegt. 

Woidke konnte bei dem Empfang nicht nur die tollen Trachten bewundern, sondern auch die Sangeskünste ihrer Trägerinnen. Sie gaben gleich mehrere Ständchen zum Besten.

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