Die in Berlin lebende und arbeitende Autorin Samanta Schweblin hat in Spanien den erstmals vergebenen Aena-Literaturpreis gewonnen. Die 48 Jahre alte Argentinierin erhielt die Auszeichnung für ihren auch auf Deutsch erschienenen Erzählungsband «Das gute Übel» (Suhrkamp). Das Werk wurde zum besten spanischsprachigen Buch des Jahres 2025 gewählt.
Der «Premio Aena» ist mit einer Million Euro dotiert und zusammen mit dem traditionsreichen, schon seit 1952 vergebenen Planeta-Preis die am höchsten dotierte literarische Auszeichnung der spanischsprachigen Welt.
«El buen mal», wie der Band im Original heißt, umfasst mehrere Erzählungen, darunter die Geschichte einer Mutter, die nach einem gescheiterten Suizidversuch nach Hause zurückkehrt, um das Abendessen zuzubereiten. Die Zeitung «El País» bezeichnete das Buch als «Katalog der Einsamkeiten», in dem die Nähe der Menschen, die diese Einsamkeit lindern könnten, zugleich schmerzlich spürbar ist. Der Suhrkamp-Verlag spricht von «gestochen scharfen Horrorgeschichten», in denen «uns die Monster des Alltäglichen so nahe» kommen, «dass wir ihren Atem im Nacken spüren».