Herbert Grönemeyer wird heute 70 Jahre alt. Davor erzählt er, was ihm zu seinem runden Geburtstag durch den Kopf geht, warum er für eine Vermögensteuer wäre und welchen eigenen Song er mal im Radio nicht wiedererkannt hat.
Frage: Wie blicken Sie auf Ihren 70. Geburtstag?
Antwort: Natürlich ändert sich das Denken im Laufe der Jahre. Ich merke schon, dass das Gehirn ab Ende 60 andere Gedanken reinspült, die man vorher so nicht kannte. Man geht quasi ins dritte Drittel und da kann alles passieren. Man entwickelt auch eine gewisse schöne Radikalität. Es ist etwas, auf das man sich mental einstellen muss. Das ist nicht ganz so einfach.
Frage: Was sind das für Gedanken, die Ihnen durch den Kopf gehen?
Antwort: Wenn man sieht, was in seinem Umfeld geschieht, wie Menschen älter werden oder wer wann wie gestorben ist, denkt man sich schon mal: Okay, das können zehn Jahre sein, das können 20 Jahre sein oder 25. Das rauscht immer mal wieder durch. Das ist nicht etwas, was einen latent beschäftigt, aber natürlich ist das jetzt einen Tick anders, als wenn man 58 Jahre alt ist.