Der Fluchthelfer Hasso Herschel, der etlichen Menschen aus der DDR in den Westen geholfen hatte, ist tot. Er sei am Donnerstag im Alter von 91 Jahren gestorben, bestätigte der Vorsitzende des Vereins Berliner Unterwelten, Dietmar Arnold, am Samstag unter Berufung auf die Familie. Zuvor hatten die Zeitung «Welt» und der RBB darüber berichtet. Herschel war Ehrenmitglied des Vereins.
Gemeinsam mit anderen hatte Herschel Tunnel vom Berliner Westen in den Osten gegraben, damit Menschen aus der DDR flüchten konnten. Insgesamt drei Tunnel seien es gewesen - einer davon sei erfolgreich gewesen, sagte Arnold. Über den «Tunnel 29» seien 1962 insgesamt 29 Menschen in den Westen gekommen, darunter auch Herschels Schwester.
«Das war ein Meisterstück», sagte Arnold. Die Geschichte sei mit Heino Ferch verfilmt worden («Der Tunnel»). Der Film dokumentiert die dramatische Flucht von Ost- nach Westberlin durch den Tunnel unter der Mauer.