Mit einem neu aufgestellten Kunstpreis will die Brandenburger Landesregierung der Kunst im Land den Rücken stärken. «Mancherorts muss sich Kunst erklären, warum es sie überhaupt geben soll», sagte Kulturministerin Manja Schüle (SPD) in Potsdam. Kulturelle Räume würden in manchen gesellschaftlichen Bereichen wieder enger gemacht.
Neues Preiskonzept
Der neue Preis soll künstlerische Positionen auszeichnen – und nicht einzelne Werke, führte Schüle aus. «Wir geben die alten Spartengrenzen innerhalb der Kunst auf.» Kunst arbeite heute multimedial, erklärte Schüle. Der Preis soll nun alle zwei Jahre vergeben werden und am Landesmuseum für moderne Kunst in Cottbus als öffentliches Fest stattfinden. Es gibt eine digitale Bewerbungsplattform, auf der sich Künstler bewerben können, die in Brandenburg geboren wurden, hier leben oder ihre Kunst in Brandenburg fertigen.
«Die Kunst, die bei uns entsteht, soll Strahlkraft über unser Bundesland hinaus entwickeln», sagte die Ministerin. Nach einer Pause des Preises im vergangenen Jahr waren für 2026 insgesamt 166 Bewerbungen eingegangen. Drei Einzelpreise für herausragende Positionen – mit je 10.000 Euro dotiert – gingen an Maren Strack, Peter Rohn und Gabriele Konsor.