Thea hat sie durch einen Wolf bekommen, Winni bei einem Motorradunfall: Ihre Wunden, die später einmal zu Narben verkrusten, sind auf einem wandfüllenden, gemalten Stammbaum heroisch verewigt. Das gehört zu einer makaberen Familientradition, in die sich nun auch Fabi mit einer eigenen Narbe einreihen soll. Will er das überhaupt? Und: Was ist er bereit aufzugeben, nur um dazuzugehören?
Diese Fragen stellt der knapp halbstündige fiktionale Kurzfilm «Kruste» von Regisseur Jens Kevin Georg, der bald eine besondere Auszeichnung erhält: Der 30-jährige Absolvent der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf in Potsdam gehört zu den diesjährigen Gewinnern der Studenten-Oscars.