Nach dem Anschlag am Rande des Christopher Street Days in Berlin ist die für Ende August geplante Technoparade «Zug der Liebe» in der Innenstadt abgesagt worden. «Die jüngsten Ereignisse rund um den CSD haben die Lage drastisch verändert», teilten die Veranstalter mit. Zuerst hatte der RBB berichtet.
Zwar habe es logistische Engpässe etwa bei den bestellten Lastwagen gegeben und auch noch keine Einigung bezüglich der Lautstärke mit der Versammlungsbehörde, hieß es. «Was diesen Entschluss jedoch unausweichlich machte, ist die spürbare Veränderung des gesellschaftlichen Klimas.»
Eine Parade in diesem Jahr würde massive Auflagen mit sich ziehen, von Wegfahrsperren über Personenkontrollen bis hin zu massiv aufgerüsteten Polizisten, erklärten die Veranstalter - das passe aber nicht zum Geiste des Events. «Der Zug der Liebe stand immer für einen unbeschwerten, angstfreien Raum des Protestes. Eine Demonstration unter dem aktuellen, allgemeinen Angstgefühl und derart restriktiven Rahmenbedingungen widerspricht der Grundidee der Veranstaltung fundamental.»