Die Reisebranche sieht sich zurück auf Kurs: Die Buchungszahlen steigen, mehr Menschen als im vergangenen Jahr wollen trotz Belastungen durch die Inflation verreisen, ein Teil will mehr Geld für die schönsten Wochen des Jahres ausgeben. Der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Fiebig, sprach am Montag von vielversprechenden Aussichten. «Die Zahl der Deutschen, die organisiert verreist, steigt», berichtete Fiebig zum Auftakt der weltgrößten Reisefachmesse ITB Berlin (5. bis 7. März).
Demnach gaben 25 Prozent der Befragten bei einer aktuellen GfK-Umfrage an, dass sie in diesem Jahr mehr oder wesentlich mehr für den Urlaub ausgeben wollen als 2023. Zudem planen 79 Prozent (plus 2 Prozentpunkte) der Menschen in Deutschland eine Urlaubsreise.
Mit Stand Ende Januar haben demnach 24 Prozent mehr Menschen in Deutschland eine Veranstalterreise für diesen Sommer gebucht als ein Jahr zuvor. Der Umsatz mit Pauschalreisen oder Bausteinreisen, deren einzelne Elemente wie Hotel und Flug individuell zusammengestellt werden können, lag Ende Januar um 30 Prozent über dem Vorjahr. Der Rekordsommer 2019 vor der Corona-Pandemie wird bislang um 11 Prozent übertroffen. Die Zahl der Gäste hinkt gegenüber 2019 dagegen noch um 17 Prozent hinterher, wie aus Auswertungen des Analysehauses Travel Data + Analytics (TDA) für den DRV hervorgeht.