Kinder bleiben weg und Erzieher blicken in eine ungewisse Zukunft: Der Rückgang der Geburtenzahlen trifft vor allem den ländlichen Raum. Besonders deutlich zeigt sich das in der Uckermark. Nico Brückmann, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbands, zeichnet ein alarmierendes Bild: «Geschätzt gehen wir von 30 Prozent weniger Kindern in den kommenden fünf Jahren aus. Ein Zuzug ist kaum zu erwarten. Unsere Region ist kein ‚Speckgürtel‘ mehr von Berlin».
Auch aus anderen Regionen kommen ähnliche Signale. In Landkreisen wie Dahme-Spreewald mache sich der Trend bereits heute bemerkbar, berichtet Marie-Christin Lux, Sprecherin des DRK-Landesverbands Brandenburg. Vor allem kleine, ländliche Kita-Standorte seien anfälliger und hätten geringere Chancen, neue Familien zu gewinnen. Doch selbst Städte bleiben nicht verschont: «In Frankfurt (Oder) sind aktuell rund 100 Kita-Plätze frei», sagt Sonja Zipper, Fachreferentin Kindertagesstätten vom Caritasverband für das Erzbistum Berlin.
In den Wachstumsregionen Brandenburg an der Havel oder Märkisch-Oderland werde der Rückgang durch Zuzug junger Familien zwar teilweise abgefedert – spürbar bleibe er dennoch, erklärt DRK-Sprecherin Lux.