Mit einer neuen Werbekampagne wollen der Senat und vier Berliner Universitäten gegen den Lehrkräftemangel vorgehen. Ziel der am Donnerstag vorgestellten Kampagne ist es, mehr Studierende für die sogenannten MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu gewinnen. Aber auch für das Lehramt an beruflichen Schulen und für künstlerische Fächer wird Nachwuchs gesucht, wie Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) sagte.
Die Kampagne «Berlin macht Schule» umfasst unter anderem digitale Plakatwerbung in ganz Berlin und in der U-Bahn, Spots im Radio, Social Media-Aktionen und eine Webseite mit vielen Informationen rund um ein Lehramtsstudium. Auch ein Kunst-Projekt gehört dazu: Ein Künstler und eine Künstlerin wurden beauftragt, an zwei Berliner Gymnasien Toilettenräume zu gestalten. Die Kosten der auf mehrere Jahre angelegten Kampagne betragen jährlich 500 000 Euro.
Die Kampagne richtet sich nach den Worten Czyborras vor allem an Schüler, um sie dazu zu bewegen, sich nach dem Abschluss für ein Lehramtsstudium zu entscheiden. Es soll aber auch erreicht werden, dass mehr junge Leute von Fachstudiengängen als Quereinsteiger in auf das Lehramt bezogene Studiengänge wechseln, um später Lehrer zu werden. Angesprochen werden sollen zudem junge Menschen aus eher bildungsfernen Elternhäusern und mit Migrationsgeschichte.