Wenn der TU-Student Friedrich Lauenstein Menschen über den Campus seiner Uni führt, dann schämt er sich, wie er sagt. Das Telefunken-Hochhaus am Ernst-Reuter-Platz? Seit Monaten wegen eines Rohrbruchs geschlossen. Das Mathegebäude? Marode. Der linke Beamer geht nicht? Sowas passiert ständig. Seit Freitag kann Lauenstein einen neuen Punkt auf seiner Liste ergänzen: Das Hauptgebäude der Technischen Universität mit einigen der größten und wichtigsten Hörsäle der TU? Wegen gravierender Mängel bis auf weiteres geschlossen.
«Für Studis ist die Schließung des Hauptgebäudes natürlich ein Abgrund», sagt Lauenstein bei einer Pressekonferenz des Bündnisses Campus Sanieren. Lauenstein ist studentischer Fachberater, er berät Studieninteressierte und Erstsemester. Von der Schließung seien hauptsächlich Erstsemester betroffen. «Die größten Vorlesungssäle sind hier drin. Der Audimax hier nebenan, da finden die größten Ersti-Vorlesungen statt. Das ist der erste Kontakt von Studierenden mit dem Studium.»