An den Brandenburger Schulen fällt der Unterricht weiterhin öfter aus als vor der Corona-Pandemie. Im ersten Halbjahr 2023/24 fielen 2,5 Prozent der geplanten Unterrichtsstunden ersatzlos aus, vor der Pandemie waren es 1,8 Prozent, wie das Bildungsministerium in Potsdam auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion mitteilte. Die Daten wurden in den Grundschulen, Oberschulen, Gesamtschulen, Gymnasien und Förderschulen erhoben.
Auch Vertretungen seien demnach häufiger. Vor allem der durch Krankheit verursachte Vertretungsbedarf betrug im ersten Halbjahr des laufenden Schuljahres 14,3 Prozent. Vor der Pandemie waren es nach Angaben des Ministeriums 11,7 Prozent. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Brandenburg sieht fehlende Lehrer-Einstellungen in der Vergangenheit als wesentliche Ursache für die Stundenausfälle.
Wie die Behörde erläutert, war es bereits im März 2020 pandemiebedingt zu Schulschließungen gekommen. Die Auswertung des ersten Halbjahres 2019/20 könne daher nicht unmittelbar mit gesamten Schuljahren verglichen werden. Im Schuljahr 2020/21 kam es coronabedingt landesweit zu vermehrten Krankheitsmeldungen mit Vertretungsbedarf sowie zu weiteren Schulschließungen.