Angesichts eines gravierenden Personalmangels schlagen Beschäftigte der landeseigenen Kita-Betriebe Alarm. Gemeinsam mit der Gewerkschaft Verdi fordern sie vom Land Berlin Tarifverhandlungen über einen höheren Betreuungsschlüssel. «Mittlerweile kann selbst die Betreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet werden», sagte Anne Lembcke, pädagogische Fachkraft in einem der Eigenbetriebe, am Donnerstag in Berlin. «Notschließungen gehören zum Alltag, wir können den Eltern kein verlässlicher Partner mehr sein und den Kindern auch nicht.»
Zusammen mit Verdi fordern die Beschäftigten deshalb unter anderem eine tarifvertraglich geregelte Mindestpersonalausstattung für die Einrichtungen. «Ziel soll die Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation sein und somit die Sicherheit der pädagogischen Arbeit», sagte Verdi-Verhandlerin Bettina Weitermann. Daneben will die Gewerkschaft einen Belastungsausgleich für die Beschäftigten durchsetzen, sollte der Personalschlüssel nicht erreicht werden. Der Ausgleich solle vorrangig in Form von Freizeit erfolgen, betonte Weitermann. Unterstützt werden die Beschäftigten bei ihren Forderungen von Elternvertretungen.