Die Bildungsgewerkschaften in Brandenburg wollen die zusätzliche Unterrichtsstunde für Lehrkräfte kippen. Sowohl die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW als auch der Brandenburgische Pädagogen-Verband wählen dazu das Mittel einer Normenkontrollklage. Die GEW hat diese bereits im November am Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingereicht. «Wir gehen davon aus, dass wir durch alle Instanzen gehen werden», sagte der GEW-Landesvorsitzende Günther Fuchs.
Die Lage an den Schulen sei «desaströs», sagte Fuchs angesichts des Lehrkräftemangels. Eine Lösung sei es aber nicht, eine zusätzliche Unterrichtsstunde zu verordnen. Diese entspreche einer Arbeitszeiterhöhung und nicht wie versprochen einer Arbeitszeitverlagerung, heißt es von den Gewerkschaften. Um dem Mangel zu begegnen, müssten unter anderem weitere Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger gefunden werden.