In die Debatte um mutmaßliches Mobbing gegen einen homosexuellen Lehrer hat sich nun die Gesamtelternvertretung der fraglichen Berliner Schule zu Wort gemeldet. «Wir stehen an der Seite des Betroffenen», hieß es in einer Erklärung. «Diese Vorfälle müssen aufgearbeitet werden, unddie Carl-Bolle-Schule muss jetzt endlich in den Fokus der verantwortlichen Behörden rücken.»
Man sei «schockiert» über die jüngsten Berichte über die Diskriminierung eines Lehrers aufgrund seiner sexuellen Orientierung. «Es gibt an unserer Schule elementare Probleme, die wir gemeinsam angehen müssen», heißt es in der Erklärung, über die zuvor die «Berliner Morgenpost» berichtete. «Unsere Kinder berichten von Ausgrenzung, Gewalt und fehlendem Respekt in der Schülerschaft.»
Und weiter: «Leider kommt es dazu, dass Religion missbraucht wird, um andere Kinder und Erwachsene zu diskriminieren und herabzuwürdigen. Es fallen zum Beispiel Kommentare zu Geschlechterrollen oder Speisevorschriften. Religiös-fundamentalistische Anfeindungen bleiben innerhalb der Schülerschaft zu oft unwidersprochen.» Dieser Missstand sei absolut inakzeptabel.