Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann ist neu im Amt und steht schon vor der Herausforderung eines Rekord-Lehrerdefizits im nächsten Schuljahr. Der CDU-Politiker sagt, wie er nach Lösungen sucht - und was sich bei den Kitas im Land ändern soll.
Frage: Sie haben gleich zwei Rekorde für das kommende Schuljahr angekündigt: den bisher größten Lehrermangel und die meisten Schülerinnen und Schüler. Zugleich werden 250 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen. Können die helfen?
Antwort: Es sind zwei Themen, die zusammengehören: die Stellen und die Menschen, die wir einstellen wollen. Im letzten Schuljahr haben wir etwa 440 Seiteneinsteiger weniger eingestellt als im Jahr davor, weil Stellen gekürzt wurden. Man hat dann den Unterricht abgesichert durch die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung. Aber die Seiteneinsteiger, die wir letztes Jahr nicht befristet eingestellt haben, können wir dieses Jahr nicht unbefristet übernehmen.
Wir sehen, dass es im nächsten Schuljahr nochmal eine ganze Ecke schwieriger wird als letztes Jahr. Ich will den Menschen reinen Wein einschenken. Wenn ich mich jetzt hinstelle und sage: «Schwierig, aber wir kriegen es alles hin», und am Ende kriegen wir es doch nicht hin, dann habe ich sofort die erste Enttäuschung produziert. Ich möchte, dass die Menschen sehen, wie groß die Herausforderung ist, vor der wir stehen, und woran wir arbeiten.