Brandenburgs Bildungsminister Steffen Freiberg hält Seiteneinsteiger angesichts des Lehrermangels auch künftig für unentbehrlich. «Wir können auf Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger nicht verzichten», sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Das sei in ganz Ostdeutschland so. Er warb für einen fairen Umgang. «Wir müssen den Kolleginnen und Kollegen im Seiteneinstieg mit demselben Respekt begegnen wie allen anderen auch», sagte Freiberg. «Wir nehmen hier nicht jeden, alle Seiteneinsteigenden müssen die Grundqualifizierung bestehen, um unbefristet eingestellt zu werden.»
Am letzten Schultag vor den Sommerferien bekamen am Mittwoch fast 316.700 Schülerinnen und Schüler an 938 Schulen in Brandenburg ihre Zeugnisse. Die Ferien gehen am 31. August zu Ende.
An Brandenburgs Schulen arbeiten derzeit so viele Seiteneinsteiger wie bisher noch nie. Im Schuljahr 2023/24 war fast ein Fünftel (17,7 Prozent) aller Lehrkräfte ohne Lehramtsbefähigung an den öffentlichen Schulen beschäftigt. In den ländlichen Regionen sogar fast ein Viertel (24 Prozent).