Nach viel Kritik an der bisherigen Praxis gibt es für Lehrkräfte an Berliner Schulen bei Diskriminierungsfällen künftig eine zentrale Beschwerdestelle. Sie soll nach Angaben der Bildungsverwaltung auch für andere Beschäftigte im Schuldienst zuständig sein. «Das Ziel ist es, zukünftig ein standardisiertes Vorgehen zu schaffen», sagte Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch.
Wie arbeitet die Beschwerdestelle?
Zunächst soll es ein erstes Gespräch mit denjenigen geben, die eine Beschwerde eingereicht haben. Wenn das Verfahren gestartet ist, soll auch mit der beschuldigten Person gesprochen, gegebenenfalls sollen Zeugen gehört werden. Im Einvernehmen mit der Lehrkraft, die sich an die Beschwerdestelle gewandt hat, können Maßnahmen vereinbart werden, die die Dienstbehörde anschließend umsetzen soll.