Der Hilferuf der Lehrer einer Berliner Schule klingt dramatisch. Richtiger Unterricht sei kaum noch möglich, schreiben die Pädagogen der Friedrich-Bergius-Schule aus Friedenau in einem Alarmbrief an die zuständige Schulaufsicht. Aggressive und bildungsferne Schüler bedrohten Lehrer und würden sich gegenseitig mobben. Und Schüler und manche Lehrer hätten Angst.
Das Lehrer-Kollegium vermisst die Unterstützung der Schulbehörde und des Berliner Senats. In einem siebenseitigen Brief, der am Mittwoch öffentlich wurde und der dpa vorliegt, hat das Kollegium nun um Hilfe gebeten. Der «Tagesspiegel» berichtete zuerst.
Die Bergius-Schule ist eine sogenannte Integrierte Sekundarschule von der 7. bis 10. Klasse mit etwa 400 Schülern und rund 40 Lehrern. Diese Schulform ersetzt in Berlin die früheren Haupt- und Realschulen. Die Schule mit ihrem schönen Altbau liegt im eigentlich eher bürgerlichen Stadtteil Friedenau im Bezirk Tempelhof-Schöneberg im Westen der Hauptstadt. Die meisten Schüler kommen allerdings nicht aus der Gegend, sondern wurden aus anderen Stadtteilen zugeteilt. Eine S-Bahnstation ist nicht weit entfernt.