Acht Lehrkräfte in Brandenburg wollen sich vor Gericht gegen die zusätzliche Unterrichtsstunde pro Woche wehren. Die Individualklagen seien vorbereitet, sagte Günther Fuchs, Landesvorsitzender der Bildungsgewerkschaft GEW Brandenburg, der Deutschen Presse-Agentur. Die Lehrkräfte arbeiten an unterschiedlichen Orten, die Klagen sollen demnach bei verschiedenen Verwaltungsgerichten des Landes eingereicht werden.
«Es ist gutes Recht der Lehrkräfte, die Möglichkeit einer gerichtlichen Prüfung zu nutzen», teilte Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) als Reaktion auf die Ankündigung mit. «Das Ergebnis wird für Rechtssicherheit bei allen Beteiligten sorgen.» Inhaltlich wollte sich das Ministerium nicht zum gerichtlichen Verfahren äußern.
Hintergrund des Unmuts der Lehrerinnen und Lehrer ist die zusätzliche Stunde Unterricht pro Woche seit diesem Schulhalbjahr. Sie wurde im Zuge des Doppelhaushalts für 2025 und 2026 wegen finanzieller Zwänge beschlossen und betrifft laut Bildungsministerium rund 60 Prozent aller Lehrkräfte - ausgenommen sind nur die Beschäftigten an Förderschulen, Berufsschulen und sozialen Brennpunktschulen.