Wegen eines ganztägigen Warnstreiks im öffentlichen Dienst ist es zu Einschränkungen in Berliner Kitas und Schulen sowie in den Bezirksämtern gekommen. Am Morgen zogen außerdem Tausende Beschäftigten vor das Abgeordnetenhaus und demonstrierten dort für ihr Anliegen.
Auf diese Weise wollen die Gewerkschaften ihren Forderungen im Tarifstreit Nachdruck verleihen. «Wir fordern ein echtes Einkommensplus in dieser Tarifrunde», sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke. Außerdem solle der öffentliche Dienst wieder attraktiver werden, etwa durch Zuschläge für den Nachwuchs.
Verdi fordert in den Tarifverhandlungen sieben Prozent mehr Geld im Monat, zur Stärkung unterer Lohngruppen mindestens 300 Euro. Der neue Tarifvertrag soll nach Vorstellung der Gewerkschaft zwölf Monate laufen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), zu der auch Berlin gehört, wies die Forderungen als zu hoch zurück.