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Warnstreik im öffentlichen Dienst: Kitas, Schulen und Ämter in Berlin und Brandenburg betroffen

Warnstreik im öffentlichen Dienst: Kitas, Schulen und Ämter in Berlin und Brandenburg betroffen
Mit erneuten Warnstreiks will Verdi den Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber erhöhen. (Archivbild) / Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
Von: DieBrandenburger News
Die Berliner müssen mit Ausfällen in Kitas, Schulen und Behörden rechnen. Der Grund: Verdi ruft zu einem weiteren Warnstreik im öffentlichen Dienst auf. In Potsdam ist eine große Demo geplant.

Wegen eines Warnstreiks im öffentlichen Dienst müssen die Berliner am Mittwoch mit Einschränkungen oder auch kompletten Schließungen in Kitas, Schulen und Bezirksämtern rechnen. Aufgerufen dazu hat die Gewerkschaft Verdi. Auch Beschäftigte der Feuerwehr, Polizei und Senatsverwaltungen sollen sich anschließen und an einer großen Demo und Kundgebung in Potsdam teilnehmen, wie Verdi-Sprecher Kalle Kunkel der Deutschen Presse-Agentur sagte. In Brandenburg sind unter anderem die Mitarbeiter der Polizei sowie der Landesministerien und ihrer nachgeordneten Behörden aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.

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Verdi will mindestens ein Plus von 300 Euro

In den Tarifverhandlungen mit den Ländern fordert Verdi sieben Prozent mehr Geld im Monat, zur Stärkung unterer Lohngruppen aber mindestens ein Plus von 300 Euro. Bereits in den vergangenen Wochen hatte es ausgeweitete Warnstreiks in etlichen Bundesländern gegeben, auch an Schulen vor allem in Ostdeutschland. In Berlin war zuletzt auch die BVG betroffen, ihre Mitarbeiter sind am Mittwoch aber nicht zum Warnstreik aufgerufen.

Die Gewerkschaften wollen zum Auftakt der 3. Verhandlungsrunde in Potsdam den Druck verstärken. In den zwei vorherigen Verhandlungsrunden hatten die Arbeitgeber kein konkretes Angebot gemacht.

Betroffen sind gut zwei Millionen Beschäftigte

Betroffen von den Verhandlungen sind rund 2,2 Millionen Beschäftigte. Für mehr als 900.000 Tarifbeschäftigte wird direkt verhandelt. Auf rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamten und Versorgungsempfänger soll ein Ergebnis nach den Forderungen der Gewerkschaften später in den einzelnen Ländern per Gesetz übertragen werden. «Wir erwarten endlich ein Angebot, das der Bedeutung der Arbeit im öffentlichen Dienst gerecht wird», erklärte Verdi-Landesbezirksleiterin Andrea Kühnemann.

Im Rahmen des Streiks zieht am Mittwoch ab 9.30 Uhr in Potsdam eine Demonstration vom Lustgarten zum Verhandlungsort, dem Kongresshotel. Dort findet ab 11.45 Uhr eine Abschlusskundgebung statt.

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