Seit dem frühen Donnerstagmorgen fahren in Berlin aufgrund eines Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi nahezu keine Busse, Trams und U-Bahnen. Der Ausstand sei mit Betriebsbeginn wie geplant angelaufen, sagte der Berliner Verdi-Verhandlungsführer Gordon Günther am Donnerstag. Der Warnstreik soll bis Freitag um 14.00 Uhr andauern. Fahrgäste müssen sich in der Zeit auf den Ausfall des nahezu gesamten Nahverkehrs in der Hauptstadt einstellen. Die S- und Ringbahn sind indes nicht betroffen. Auch der Regional- und Fernverkehr auf der Schiene wird nicht bestreikt und fährt nach dem üblichen Fahrplan.
Die BVG kritisierte den Streik am Donnerstag erneut als «völlig unnötig». «Zugunsten der bundesweiten Dramaturgie verspielt die Gewerkschaft die Chance auf schnelle und gute Ergebnisse für die Mitarbeitenden - und das auf dem Rücken der Berliner Fahrgäste», teilte das Unternehmen mit.
Gegen 9.00 Uhr versammeln sich die Streikenden laut Verdi für eine Kundgebung vor dem Hauptsitz der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Wie viele Beschäftigten teilnehmen werden, könne man bislang nicht abschätzen, sagte Günther.