Mehr Wendezeit zwischen den Routen, Urlaubsgeld oder zusätzliche Urlaubstage: Die Gewerkschaft Verdi und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben sich auf bessere Arbeitsbedingungen für die rund 16.000 Beschäftigten des Nahverkehrsunternehmens geeinigt, wie beide Seiten am Donnerstag in Berlin mitteilten. Der Tarifabschluss war demnach bereits am Mittwoch in der vierten Verhandlungsrunde erzielt worden. «Wir sind froh, dass wir es in intensiven Verhandlungen mit Verdi geschafft haben, ein deutliches Zeichen für noch bessere Rahmenbedingungen bei der BVG zu setzen», teilte BVG-Personalchefin Jenny Zeller mit.
Knackpunkt der Verhandlungen war die Frage der sogenannten Wendezeiten auf allen Linien, also der kurzen Zeit, die Fahrerinnen und Fahrer an den Endhaltestellen haben, bevor sie wieder in die Gegenrichtung aufbrechen. Verdi wollte diese von vier auf zehn Minuten erhöhen, um die Beschäftigten zu entlasten.
Der Kompromiss sieht nun vor, dass in der zweiten Jahreshälfte zunächst «betriebliche Maßnahmen zur Entlastung» der Fahrerinnen und Fahrer erprobt werden sollen. Ab Januar 2025 sollen dann die Haltezeiten bei Umlauflängen ab 40 Minuten auf durchschnittlich sechs Minuten erhöht werden. Die Zeit kann also auch mal kürzer oder länger ausfallen. Bei der Durchschnittszeit wird jede Linie einzeln betrachtet.