Die Gewerkschaft Verdi hat die Berliner Verkehrsbetriebe kritisiert, weil sie auch in der dritten Verhandlungsrunde in der laufenden Tarifauseinandersetzung kein Arbeitgeberangebot vorgelegt hat. «Drei Monate nach Start der Verhandlungen immer noch kein Angebot vorzulegen, ist eine Provokation», sagte Verdi-Verhandlungsführer Serat Canyurt laut einer Mitteilung. Die aktuelle Haltung der Arbeitgeberseite verschärfe den Konflikt unnötig und gefährde die «dringend benötigte Stabilität im öffentlichen Nahverkehr».
Die BVG teilte mit, dass sie bei den Gesprächen die einzelnen Forderungen der Gewerkschaft bewertet habe. Aus Sicht des Arbeitgebers ist die Summe aller Forderungen nicht finanzierbar.
Ob sie in der nächsten Verhandlungsrunde ein Angebot vorlegen werde, ließ sie offen. «Wir sind da, wir reden, wir sondieren. Um in der nächsten Verhandlungsrunde ein konkretes Angebot als Grundlage für weitere Verhandlungen vorzulegen, brauchen wir einen gemeinsamen Fokus», sagte BVG-Personalvorständin Jenny Zeller-Grothe laut Mitteilung. Die Gewerkschaft solle priorisieren, welche der aufgeworfenen Themen ihr besonders wichtig seien. Erst dann könne die BVG ein Angebot vorlegen.