An manchen Schulen, kommunalen Kitas und Hochschulen in Berlin sind heute Tarifbeschäftigte im Streik. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sie dazu aufgerufen. Einschränkungen könne es zum Beispiel in den Kitas und bei der Nachmittagsbetreuung geben, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft. Zudem könnten einzelne Schulstunden ausfallen. In Berlin werden demnach zwischen 2.000 und 2.500 Streikteilnehmer erwartet.
Bundesweiter Aktionstag
Beim bundesweiten Aktionstag der GEW sind alle Beschäftigten zum Streik aufgerufen, für die der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder gilt. Dazu zählen auch studentische Mitarbeiter an Hochschulen. Nicht an den Tarifvertrag gebunden sind unter anderem Kitas in freier Trägerschaft. Wegen der hohen Zahl der Verbeamtungen können auch viele Lehrkräfte an staatlichen Schulen nicht streiken.
Um 11.00 Uhr soll eine Demonstration am Hermannplatz beginnen. Für 12.15 Uhr ist eine Kundgebung am Oranienplatz geplant, bei der auch die GEW-Bundesvorsitzende Maike Finnern sprechen soll. Nach Angaben der Polizei wurden 3.000 Menschen zu der Demonstration mit der Kundgebung angemeldet.
Laufende Tarifverhandlungen
In den Tarifverhandlungen fordern die Gewerkschaften sieben Prozent mehr Geld im Monat, mindestens aber 300 Euro. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), zu der auch Berlin gehört, wies das als unbezahlbar zu hoch zurück.
Die Arbeitgeber hätten auch in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder kein Angebot vorgelegt, hieß es seitens der GEW. Für 11. bis 13. Februar ist die dritte Verhandlungsrunde geplant.
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