Die Gewerkschaft IG Metall wirft der Geschäftsführung des Tesla-Werks in Grünheide vor, die Belegschaft einzuschüchtern. Konkret gehe es um die Anerkennung von Krankschreibungen, sagte ein Sprecher der IG Metall. «Oft zweifelt Tesla in einem ersten Schritt rückwirkend Krankschreibungen von Beschäftigten an und fordert dazu auf, Diagnosen offenzulegen und die Ärzte von der Schweigepflicht zu entbinden.» Zuvor hatte das «Handelsblatt» über den Konflikt berichtet.
Tesla spricht von wenigen Fällen
Tesla hielt auf Anfrage dagegen: «Wir sind die populistischen Skandalisierungen der IG Metall (...) mittlerweile gewöhnt», hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Bei dem von der Gewerkschaft beschriebenen «großen Umfang» handele es sich um rund ein Dutzend Fälle pro Monat – wohlgemerkt bei einer Belegschaft von 11.000 Mitarbeitern. «Hierbei von einem massiven Vorgehen zu sprechen, ist eine bewusste Verzerrung der Realität.»