Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat einen schlechten Zustand vieler Polizeiwachen in Brandenburg beklagt. «Da fällt der Putz in den Büros von den Wänden oder Schimmelbeseitigung findet nicht statt», sagte die GdP-Landesvorsitzende Anita Kirsten der «Märkischen Oderzeitung» (Print-Ausgabe). «Die Zustände in vielen Wachen oder im Landeskriminalamt sind desolat. Es ist fast gar nichts passiert. Einige Baustellen wurden angefangen, dann schlug der Personalmangel beim zuständigen Landesbetrieb zu oder es wurden andere Prioritäten gesetzt.» Die oppositionelle Linksfraktion nannte es einen «unhaltbaren Skandal».
Das Innenministerium wollte die Zielzahl von 8.500 Polizistinnen und Polizisten erreichen. Laut GdP sind aktuell rund 8.100 Stellen besetzt.
Eindruck für Bürger wenig vertrauensbildend
Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag, Sebastian Walter, kritisierte: «Polizeiwachen sind Aushängeschilder der Polizei. Der Eindruck, der bei geschädigten Bürgern entsteht, ist fatal und wenig vertrauensbildend, aber auch für die Beamten selbst sind derartige Arbeitsbedingungen ein Skandal.» Innenminister Michael Stübgen (CDU) setze das lange geforderte Investitionsprogramm nicht um. «Sparen auf dem Rücken der hart arbeitenden Polizisten ist nicht hinzunehmen.»
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