An Schulen in Berlin ist wegen eines erneuten Warnstreiks am Donnerstag Unterricht ausgefallen, manche Schulen schlossen komplett. Auch an Kitas fiel die Betreuung von Kindern weg, weil Erzieherinnen und Erzieher sich dem eintägigen Warnstreik der Gewerkschaften Verdi und GEW anschlossen. Es sei davon auszugehen, dass viele städtische Kitas nur eine Notbetreuung anböten, andere sogar komplett geschlossen seien, sagte Verdi-Sprecher Kalle Kunkel.
Streiken dürfen nur angestellte Lehrer, den Beamten ist das nicht erlaubt. Zudem beteiligen sich auch längst nicht alle angestellten Lehrer und Erzieher an dem Protest, daher sind Schulen und Kitas sehr unterschiedlich von Unterrichtsausfall betroffen.
Verdi rief zu dem Warnstreik in den etwa 280 städtischen Kitas auf, die etwa ein Zehntel aller Berliner Kitas ausmachen, um bessere Arbeitsbedingungen zu erreichen. Dort betreuen etwa 7000 Erzieherinnen und Erzieher sowie weitere Beschäftigte rund 35.000 Kinder. Die GEW fordert schon sehr lange kleinere Klassen und hat mehrfach zu Warnstreiks aufgerufen, bei denen an manchen Schulen der Unterricht teilweise oder ganz ausfiel.